2025 Motorradreise Spanien

1. Tag, Donnerstag, 3.4. 2025

286km von Pörtschach nach Padova

Wolkenlos, 12-21 Grad

Abfahrt aus Pörtschach um 9:50 bei herrlichem Wetter. Nach einer kurzen Erledigung in unserer kleinen Brauerei in Villach führte die Fahrt auf der Bundesstraße durch das schöne Kanaltal bis Venzone, da hatte ich im „Allo Spiedo“ einen netten Cappuccino. Von dort nach unspektakulärer Fahrt durch die Ebene mit vielen kleinen Orten erreichte ich am späten Nachmittag das Hotel „Casanova“ in Padova.

Am Abend traf ich mich mit meinem alten Kollegen Giorgio. Leider kam er mit dem Motorrad, und da ich bereits einen Wein konsumiert hatte und nicht mehr mit dem Motorrad fahren sollte, mussten wir in der Umgebung des Hotels zu Fuß ein Lokal finden. Leider landeten wir in dieser etwas abseits vom Zentrum gelegenen Gegend in einer Pizzeria mit Bahnhofshallen Atmosphäre.

2. Tag, Freitag, 4.4. 2025

175km, Von Padua über Mantua nach Parma

Wolkenlos, 12 – 21 Grad

Von Padua hinaus fuhr ich über die Colli Euganei, ein paar Hügel westlich von Padua mit wunderschöner Strecke. Danach weiter nach Montagnana, wo die Stadtmauer und die Einfahrtstore aus dem Spätmittelalter voll erhalten sind. In der gotischen Kathedrale sind in den Seitenaltären große Fresken zu bewundern.

Mantua ist nur eine Stunde weiter, und wird als die schönste Stadt der Lombardei bezeichnet. Im 12. Jahrhundert wurden rund um die Stadt künstliche Seen als Verteidigungsmaßnahme angelegt.

Nach weiteren 60 km kam ich in Parma an, wo ich in der Innenstadt ein Hotel gebucht hatte. Rund um den Piazzale della Pace (Friedensplatz) gibt es viele nette kleine Lokale, in den meisten dreht sich alles um den Parmaschinken oder den Parmigiano. Rund um Parma hat sich eine riesige Industrie aufgebaut, die diese beiden Spezialitäten fast in die ganze Welt verkauft.

Bei einem Craftbier bekam ich eine hervorragende Salsiccha, und danach in einem ‚ristorante tipico‘ hausgemachte Pasta.

3. Tag, Samstag, 5.4. 2025

219km, von Parma über die Pässe Cisa und Bocco nach Genua zur Fähre

Wolkenlos, 8-21Grad

Abfahrt bereits um 7:25, ich sollte ja um 13:30 bei der Fähre sein, und das Navi zeigte wegen der vielen engen Kurven auf der Strecke eine Fahrzeit von beinahe 5 Stunden an. Bereits 25 km nach Parma beginnt der Anstieg mit schöner kurvenreicher Strecke zum Passo della Cisa auf 1041m. Die Läden einer Bar wurden gerade bei meiner Ankunft hochgeschoben, eine gute Gelegenheit für einen Espresso Macchiato. Drei junge Wanderer haben von dort gerade ihre Tour gestartet.

Nach dem Pass sah man an mehreren Stellen Männer mit Tarnanzügen, das dürfte hier die Tracht der Jäger sein. Der steile und Serpentinenreiche Abstieg ging hinunter nach Pontremoli auf etwa 350m Seehöhe, von dort zweigte ich auf eine schmale Straße mit noch engeren Kurven ab. Die Straße war teils holprig und es lagen hin und wieder Felsabbruchstücke am Weg. Nach gefühlt 1000 Kurven erreichte ich den Passo del Bocco auf 956m Seehöhe. Dort standen auf einem Rastplatz etwa 20 Motorräder, und es gab unter den Gruppen eine nette Plauderei. Die waren erstaunt darüber, dass ich auf dem weiten Weg nach Spanien über eine so kleine Straße fuhr.

Von diesem Pass ging es dann noch steiler in Serpentinen hinunter auf beinahe Meereshöhe. Ich bin dann pünktlich zur Zielzeit am Fährterminal gewesen. Das Check-in war problemlos, und ich hatte eine 3-Bettkabine für mich allein.

Die Fähre Majestic der Linie GNV war ok, aber die Bar hatte kein Fassbier und nur Plastikbecher, also musste ich mit einer Flasche begnügen. Die Abfahrt um 16:50 war pünktlich.

4. Tag, Sonntag 6.4. 2025

550 km, vom Fährhafen Barcelona zum Hotel in Alicante

Wolkenlos bis heiter, 21 – 27 Grad

Die Fahrt mit der Fähre war problemlos bei ruhiger See. Ich kam mit ein paar Steirern ins Gespräch, die an den Ebro zum Fischen unterwegs waren, und auf Zander hofften.

Auf der GNV Fähre hatte ich Vollpension mitgebucht, durfte damit allerdings nicht in das a la carte Restaurant, das Abendessen und das Frühstück war daher eher mittelmäßig.

Die Ankunft in Barcelona war über 2 Stunden früher bereits um 11 Uhr, um etwa 12 konnte ich dann losfahren. Christine‘s Ankunft mit dem Direktflug aus Klagenfurt nach Alicante war um 21:30 zu erwarten, so hatte ich mehr als 9 Stunden Zeit für die 535 km bis nach Alicante. Natürlich benutzte ich deshalb durchwegs die Autobahn, was ich mit dem Motorrad sonst natürlich vermeide. Angekommen bin ich im Hotel um 19:10, sodass ich noch Zeit für einen Saunabesuch im Hotel fand, bevor ich mich auf den Weg zum Flughafen machte.

Christine ist gegen 22 Uhr gelandet, und für Spanien typisch, fanden wir danach noch das herrliche Restaurant La Plaza by Borja in Hotelnähe, das bis nach Mitternacht offen hatte. Die überbackenen Artischoken und die gegrillten Rippen waren ausgezeichnet.

5. Tag, Montag, 7.4. 2025

224 km, von Alicante nach Riópar

20 – 24 Grad, wolkenlos

Das Frühstück im Hotel Areca in der Nähe des Flughafens war ausgezeichnet, wie auch das sehr große Zimmer. Bevor wir Richtung Riópar aufbrachen, besuchten wir noch die Innenstadt von Alicante mit Marina und Strand. Insgesamt war es ein sehr schöner Ort mit traditionellen Grand Hotels, aber wie überall hier ein paar moderne Hochhäuser.

Die Marina war ziemlich groß und war auch wegen des Ausgangspunkts von mehreren Volvo Ocean Race Veranstaltungen berühmt.

Entlang der Promenade waren mehrere Reihen Palmen gesetzt, die auf einem etwa 1km langen und etwa 50m breiten Streifen mit Mosaik verfliest waren, mit schätzungsweise 50 Mio. Mosaiksteinen, die in ihrem Muster eine wellenartige Wölbung des Bodens vortäuschten.

Die ersten 40 km nach Alicante waren dicht besiedelt, mit hunderten Kreisverkehren mit für unsere Vorstellungen ungewöhnlich großen Radien. Aber auch auf der weiteren Strecke waren die Ebenen zwischen den Felsformationen landwirtschaftlich bewirtschaftet, meist mit Obstbäumen bepflanzt, die vielfach gerade in Blüte waren. Es gab hier viele bestens ausgebaute Straßen, schon etwas zu wenig kurvenreich für unseren Fahrspaß.

Erst nach Elche de la Sierras auf den letzten 60 km der heutigen Strecke wurde es dann richtig genussvoll mit einer kurvigen Bergstrecke bis Riópas, mit einer Passüberquerung auf 1100 m Seehöhe.

Bei einer Rundwanderung durch den Ort fanden wir eine Charcuteria mit einem sensationellen Warenangebot an Spezialitäten. Ganze Serrano Beinschinken waren um die 170€ zu haben. Leider konnten wir uns trotz Fantasie keinen geeigneten Platz dafür im Motorrad Gepäck vorstellen.

Im ‚Aurelio‘ fanden wir ein nettes Lokal, das „schon“ um 20 Uhr geöffnet hatte, und in dem ein nettes Ehepaar die Gäste ausgezeichnet bekochte. Die Iberico Platte war eine Geschmackssensation. Die Zitronencreme mit Limoncello eine Wucht.

6. Tag, Dienstag, 8.4. 2025

284 km, von Riópar nach Granada

12-27 Grad, heiter bis wolkenlos

In Riópar auf über 1000m Seehöhe hatte es 8 Uhr morgens nur 6 Grad, aber nach Sonnenaufgang stieg die Temperatur rasch an.

Von dort fuhren wir über eine wunderschöne Bergstraße durch Täler und Pässe bis zum Segura See. Da gab es beeindruckende Aussichten auf nach wie vor sehr kurviger Straße. Am Ausfluss des Guadalquivir war eine Talsperre, kurz davor befand sich ein großer havarierter Reisebus, die Passagiere waren im höheren Schüleralter und saßen gelangweilt davor. Nachdem wir in einem Café eine Pause einlegten, fuhr der Abschlepp-LKW mit dem aufgeladenen Bus an uns vorbei. Bei der Auffahrt zum 1290m hohen Palomas Pass musste er wohl in den engen Kurven reversieren, so waren wir gezwungen eine Pause bei herrlicher Aussicht einzulegen. Von Cazorla fuhren wir dann in herrlicher Landschaft auf schneller Straße mit weiten Kurven über Jodar und Guadahortuna zur Autobahn A44 um die letzten km bis Granada ohne die vorstädtischen Unannehmlichkeiten zu fahren. Die Fahrt war landschaftlich und fahrtechnisch ein Genuss.

In Granada hatten wir in dem bestens ausgestatteten Hotel Granada by Pierre & Vacances gebucht. An der ehemaligen Stierkampfarena Toros de Granada genossen wir ein schönes Bier, und im Mar de Brassas ein paar wohlschmeckende Tapas, allerdings war die sehr junge Kellnerin ziemlich hilflos.

7. Tag, Mittwoch, 9.4. 2025

Besuch der Alhambra, keine Fahrt

12 – 27 Grad, schönes Wetter aber diesig

Das Frühstücksbuffet im Hotel hatte eine ausgezeichnete Vielfalt. Während unseres Frühstücks sind etwa 50 Schulkinder im Alter von etwa 10 Jahren in den Frühstücksraum gekommen und haben das Buffet geradezu gestürmt. Es war lustig zu sehen, was Kinder ohne die üblichen auferlegten Einschränkungen ihrer Eltern so auf einen Teller aufladen. Gebratenen Speck mit Schokolade Donuts, oder Baked Beans zusammen mit Ananas als Beispiel, und vor allem von allem nicht zu wenig.

Mit dem öffentlichen Bus fuhren wir direkt vor die Anhöhe zur Alhambra, um von dort den Aufstieg zu Fuß zu gehen. Das Ticket mit dem exakten Zeitpunkt für den Eintritt in den Nasridenpalast hatten wir bereits von zu Hause gebucht gehabt.

Ich will hier nicht auf die Einzelheiten eingehen, weil das den Rahmen sprengen würde, aber die gesamte Anlage war außergewöhnlich beeindruckend. Die detailreiche geometrische Formgebung der Wanddekoration und der Deckengewölbe war wohl weltweit einzigartig. Die Anlage wurde von den mohammedanischen Herrschern im 13.-15. Jahrhundert gestaltet, und danach noch teilweise christlich angepasst.

Karl V. baute im 16. Jhdt. als politisches Symbol einen Renaissance Palast mitten in die Anlage, der jedoch wegen Geldmangels nicht fertiggestellt wurde. Erst im 20. Jhdt. bekam der Bau ein Dach mit wunderschöner Kassettendecke im oberen Arkaden Rundgang.

Nach diesem mehrstündigen Rundgang hatten wir eine Siesta nötig. Danach besuchten wir noch die große Kathedrale, die anstelle der Hauptmoschee dort ab 1523 gebaut und erst 1704 fertiggestellt wurde. Während des Baus wurde im 17. Jhdt. die Fassadengestaltung an den Barockstil angepasst.

Um die Ecke fanden wir das Restaurant Los Manueles Reyes Católicos, wo wir Fritura de Pescado und Berenjas con Miel bei sehr aufmerksamer Bedienung genossen.

8. Tag, Donnerstag, 10.4. 2025

284 km, von Granada nach Sevilla

16 – 32 Grad, schönes Wetter, jedoch diesig schwül

Wir nahmen die etwas weiter nördlich gelegene Route durch den Parque Naturale de las Sierras Subbéticas wegen der schönen Landschaft. Die Ebene danach war etwas langweilig, so fuhren wir ab Osuna auf die Autobahn. Die Stadteinfahrt in Sevilla war wegen der Staus und der schwülen Hitze mühsam.

Unser etwas nüchternes und unpersönliches aber perfektes Business-Hotel war in einer Gegend, die hauptsächlich von amerikanischen Fastfoodketten gekennzeichnet war. Es war in diesem Viertel schwierig ein authentisches Lokal zu finden, weil viele geschlossen hatten, oder nicht einladend.

Schließlich landeten wir nach einem Spaziergang in der Bar Botavino Sevilla, wo die Artischocken in Portweinsauce sehr gut waren.

9. Tag, Freitag, 11.4. 2025

Aufenthalt in Sevilla, Besichtigung Alcazar und Kathedrale

18 – 24 Grad, bewölkt bis heiter

Vom Eurostar Hotel spazierten wir über die Brücke in die Altstadt. Der Alcazar war der Königspalast der maurischen und später der christlichen Könige wurde im wesentlichen in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtet. Die märchenhafte Gestaltung mit mehreren Patios ist überwältigend. Karl V. feierte hier 1526 seine Hochzeit mit Isabella von Portugal, und einige obere Räume sind nach wie vor für die heutige Königsfamilie reserviert.

Der Guadalquivir floss zwar noch 80 km bis zur Mündung, allerdings war der Fluss bereits in Sevilla nur mehr geringfügig über dem Meereshöhenniveau. Daher war die Stadt ab dem 15. Jhdt. der wichtigste Hafen für den Seeverkehr in die Kolonien, und damit wohl einer der wichtigste Häfen in Europa zu dieser Zeit.

Auch die Kathedrale von Sevilla löste bei uns ehrfürchtiges Erstaunen aus. Die schiere Größe mit mehreren Kirchenschiffen und zahllosen Seitenkapellen schien für die damalige Größe der Stadt überdimensioniert, Sevilla war aber wegen des Handels eine sehr reiche Stadt gewesen. Die Bauzeit hatte sich von 1402 – 1506 erstreckt, die verbaute Fläche betrug 23.500 m2.

Am Abend hatten wir in einem Lokal in der Altstadt ein nettes Abendessen.

10. Tag, Samstag, 12.4. 2025

193 km, von Sevilla über die Sierra Morena nach Córdoba

17-23 Grad, bewölkt

Der Umweg über die Sierra Morena, die Großteils als Naturpark geführt wird, hat sich wirklich ausgezahlt. Die Straßen waren kurvenreich und verlässlich ausgebaut, und die Natur rundherum war sensationell, mit Korkeichen, offen weidenden Iberica Schwein Herden und viele blühende Sträucher.

Im Ort Las Navas de la Concepcion machten wir Halt. Dort wird jedes Jahr ein Fest veranstaltet, bei dem den im selben Jahr die 18 Jahre alt gewordenen Einwohner die Verfassung und Erklärung der damit verbundenen demokratischen Werte überreicht wird. Ich finde das ist eine tolle Idee.

Am verlassenen Retortillo See konnten wir 2 einsame Fischer bei ihrer entspannten und geduldigen Tätigkeit beobachten, und auch die stille Natur genießen, die nur von Vögeln aller Art „gestört“ wurde. Es gab beinahe keinen Verkehr, so als ob die Straße für uns freigehalten worden wäre.

In Córdoba bezogen wir das Hotel Hesperia direkt am Guadalquivir an der Puente Romanico, der Brücke die bereits von den Römern als Teil der Via Augusta gebaut worden war. Die Via Augusta ging übrigens in Spanien im heutigen Cádiz los, und ging bis über die Pyrenäen nach Gallien und Norditalien weiter. Von der Terrasse des Hotels mit Bar hatten wir einen herrlichen Ausblick auf die Altstadt mit der Mesquita, der gewaltigen Mauren Moschee aus dem 8. und 9. Jhdt., in die in die Mitte ein katholischer Dom hineingebaut worden war.

Wir lernten auch erstaunt über die Tatsache, dass Cordoba um das Jahr 1000 die größte Stadt Europas war. Die Stadt spielte bereits in der Antike eine wichtige Rolle in der römischen Provinz Iberica. Nach dem Verfall des weströmischen Reiches wurde Cordoba zur Hauptstadt des westgotischen Reiches bis zur Eroberung durch die Mauren im Jahr 711.

Diese Herrschaft der Umayyaden war eine Blütezeit der Wissenschaften und einer offenen Kultur bis zur Wandlung in das Kalifat Cordoba im 10. Jhdt. Ab dem Jahr 1148 wurden die Verhältnisse für nicht-Moslem so restriktiv, dass vor allem die Juden nach Toledo flüchten mussten. Im Rahmen der Reconquista eroberten 1236 christliche Truppen die Stadt. Der Übergang der Stadt unter christliche Kontrolle beschleunigte ihren wirtschaftlichen und ökonomischen Niedergang

Zum Abendessen waren wir in der ausgezeichneten Taberna La Cuarta in der Altstadt, wo wir auch die ersten schaurigen Oster Umzüge der Kapuzenmänner mit tonnenschweren Plattformen mit Osterszenen und Hundertschaften von Trommlern beobachten und hören konnten.

11. Tag, Sonntag, 13.4. 2025

Aufenthalt in Córdoba und Besuch der Mesquita

16-22 Grad, bewölkt bis heiter

Das Frühstück im Hotel Hesperia war wie schon so oft auf dieser Reise ausgezeichnet. Danach machten wir einen längeren Bummel in der Stadt, mit kleinen Tapas mit Wein im Casa Pepe de la Juderia. Nach ein paar Schwimmlängen im Hotelpool auf der Dachterrasse konnten wir uns ein Mittagsschläfchen gönnen.

Die vorreservierte Eingangszeit In die Mesquita hatten wir um 15:30, und wir hatten den Audioguide am Handy gespeichert. Der Guide war vom Inhalt interessant, jedoch war die begleitende Orientierung in der riesigen Moschee und Kirche dazugehörig etwas verwirrend. Auf jeden Fall war das Gebäude monumental, und das Ansinnen der Katholiken im Zentrum einen Dom einzubauen sogar schon damals Anfang des 16. Jhdts. kontrovers. Sogar der streng katholische Karl V. hatte dazu kommentiert, „ihr habt etwas Großartiges zerstört, und etwas banales stattdessen eingefügt“.

Die Prozessionen am Palmsonntag waren von Vormittag bis spät am Abend voll im Gang.

Das Abendessen hatten wir wieder in dem schon vorher erwähnten Restaurant Casa Pepe de la Juderia, das wir bestens empfehlen können. Die geräucherte Sardine auf getoastetem Schwarzbrot, die gratinierten Artischoken, die gegrillten Melanzani und die frittierten ¡Schweinsohren! waren sensationell. Die Flasche Rosé Wein dazu war bestens.

12. Tag, Montag, 14.4. 2025

345 km, von Córdoba nach Toledo

12 – 19 Grad, bewölkt, heiter, abends nach 20:30 Regen

Die Ausfahrt aus Córdoba war ohne Probleme und sehr bald waren wir auf der N432 bei schöner Strecke unterwegs. Dann zweigten wir in die N502 ab und konnten bei sehr wenig Verkehr diese schöne Bergstrecke bis Almadén fahren. Nach einer Kaffeepause ging’s weiter auf schönen und abwechslungsreichen Nebenstrassen zum Parque Nacional de Cabañeros und nach Toledo. Trotz der weiten Strecke war die Fahrt mit ständigen weiten Kurven, wechselnder Landschaft, Viehweiden und blühender Botanik rundherum wunderschön.

Im Sercotel Toledo hatten wir knapp außerhalb der schwierig zu befahrener Altstadt mit sehr steilen und engen Gassen ein nettes Hotel gefunden.

Der Spaziergang in die Altstadt auf einem burgähnlichen Hügel war nett mit sehr viel Publikum herum. Im Restaurant Aqui in der Nähe der Kathedrale hatten wir ein ausgezeichnetes Ribeye Steak mit einem Rioja, allerdings gab es Erstaunen darüber, dass wir dazu gerne Gemüse als Beilage haben würden.

Toledo hatte eine für die europäische Entwicklung historisch sehr bedeutsame Rolle. Aus der keltischen Siedlung wurde ab 192 v. Chr. wegen der Erzvorkommen die wichtige römische Siedlung Toletum. Eine römische Brücke über den Tajo zeugt noch heute davon. Ab 531 bis 711 war Toledo wegen der herausragenden Waffenschmieden eine wichtige Stadt des westgotischen Reiches, das die iberische Halbinsel beherrschte. Von 711 bis 1085 war Toledo Teil des maurischen Reiches, bis es nach 4-jähriger Belagerung in der Reconquista vom christlichen König von Leon, Kastilien und Galicien erobert und zur Residenzstadt wurde.

Die Übersetzerschule von Toledo übersetzte im 12. und 13. Jahrhundert antike philosophische Schriften (Platon, Aristoteles), die aus dem Griechischen ins Arabische übertragen worden waren, aber auch genuin arabische Schriften aus dem Bereich der Astronomie, Mathematik, islamischer Religion und Theologie ins Lateinische. Diese Texte wären ansonsten für die europäische Kultur verloren gewesen. Vor allem die Juden in Toledo beherrschten sowohl die arabische als auch die lateinische Sprache, und waren daher für diese Aufgaben prädestiniert.

Karl V. verlegte im 16. Jhdt. die Hauptstadt von Toledo nach Madrid, weil der Burgberg in Toledo keine Ausbaumöglichkeit mehr bot, und Spanien inzwischen nach der Entdeckung Amerikas das größte Weltreich geworden war.

Beim Nachhauseweg regnete es kalt, und wir gönnten uns unterwegs in einer Bar einen Whisky zum Aufwärmen, der dort sehr großzügig eingeschenkt wurde. Wir hatten das in Spanien öfter erlebt, in einem Glas Whisky erhielt man etwa 100ml, also das 5-fache von dem bei uns Üblichen.

13. Tag, Dienstag, 15.4. 2025

87 km von Toledo nach Madrid

7 – 12 Grad, wolkig bis regnerisch

Der Burgberg von Toledo wurde auf 3 Seiten vom Fluss Tajo umflossen, der eine beeindruckende Schlucht abgetragen hatte. Oberhalb des Flusses auf der Außenseite fuhren wir eine Straße mit mehreren Aussichtsplätzen entlang, und konnten so die Stadt von beinahe allen Seiten bewundern. Ganz oben thront der Alcazar de Toledo, der auf Fundamenten eines römischen Gebäudes 1537 von Karl V. errichtet wurde.

Der Tajo ist der längste Fluss der iberischen Halbinsel mit 1007 km Länge, und fließt von Osten aus der Sierra de Albarracin bei Teruel ziemlich weit im Osten, wo wir später auf dieser Reise vorbeikamen, quer durch Spanien nach Lissabon und dort in den Atlantik.

Für die Fahrt in die 3-Millionen Stadt Madrid wählten wir die Autobahn, weil die langen vorstädtischen Zufahrten im starken Stadtverkehr mit dem Motorrad eher mühsam sind.

Unser Hotel Exe33 Suites befand sich am Westrand der Innenstadt zwischen dem Königspalast und dem Stadtteil Universidad, eine sehr belebte Gegend. Das Museum Prado, das wir am nächsten Tag besuchen wollten, war nur 30 Minuten zu Fuß entfernt.

14. Tag, Mittwoch, 16.4. 2025

Aufenthalt in Madrid, Besuch des Prado

6 – 12 Grad, bewölkt

Den vorgebuchten Einlasstermin im Prado hatten wir um 11 Uhr, also hatten wir genug Zeit für Frühstück und den 2 km Spaziergang von der Gran Via zum Prado.

Das Prado Museum ist wirklich sensationell, und würde auch eine eigene Städtereise rechtfertigen. Es wurde 1819 eröffnet und hat seit 1868 den Namen „Museo del Prado“. Die ausgestellten Bilder haben sehr viel historischen Bezug, daher war es eine gute Idee, vor dem Besuch die „Geschichte Spaniens“ von Holger Ehling zu lesen, das hat auch die gesamte Reise interessanter gemacht.

Es gibt im Prado natürlich sehr viele Bilder der spanischen Herrscher und ihrer Familienmitglieder seit dem 15. Jahrhundert. Viele haben wegen des spanischen Zweigs der Habsburger einen Österreich Bezug.

Im späten 19. Jhdt. kamen großformatige Bilder von wichtigen historischen Ereignissen in Mode, es gibt etliche davon zu bewundern.

Wir verbrachten nahezu 6 Stunden im Museum, und es war durchgehend höchst spannend und begeisternd.

Am Abend gönnten wir uns ein ausgezeichnetes Steak im „Parilla El Gaucho“ in der Gran Via, diesmal mit Grünem Spargel und einem Duero Wein.

15. Tag, Gründonnerstag, 17.4. 2025

334 km, von Madrid nach Tramacastilla in der Sierra de Albarracín

7-12 Grad, wolkenlos bis heiter

Kurz nach 9 Uhr früh beim Aufbruch hatte es nur 7 Grad, und da wir ins Gebirge auf teilweise über 1500 m fahren wollten, war trotz Sonnenschein kein warmes Wetter zu erwarten. Daher hatten wir das Innenfutter in den Hosen für unsere Allwetteranzüge wieder eingezippt.

Die ersten 30 km aus Madrid fuhren wir auf der A2 Autobahn, um die vielen Ampeln und Kreisverkehre zu meiden. Für die Route danach hatte ich sehr schöne Nebenstrassen eingeplant. Wegen des Osterwochenendes waren deutlich mehr Einheimische Touristen unterwegs, auch viele Motorräder. Auf den Bergstraßen waren wir aber wieder nahezu alleine.

In den kleinen Dörfern gab es nirgends eine Tankstelle, so mussten wir einen Abstecher nach Cuenca machen, das verursachte etwa 35 km Umweg. Wir fuhren dann auch an der Tajo Quelle vorbei, den Fluss den wir schon in Toledo bewundert hatten. Das Wetter, die Landschaft und die kurvenreiche, aber schnelle Strecke, alles war wunderbar für uns Motorradreisenden.

Das Hotel „El Batan Hospederia“ war sehr abgeschieden kurz vor Tramacastilla, und es stellte sich als hervorragendes Restaurant mit Michelin Sternen heraus, wo wir am Abend ein 20-gängiges Menu mit sehr aufwändig zubereiteten Miniportionen zu genießen gab.

16. Tag, Karfreitag, 18.4. 2025

228 km, von Tramacastilla nach Alcañiz

6 – 22 Grad, bewölkt bis heiter, zeitweise windig

Das Abendessen am Vorabend hatte bis nach Mitternacht gedauert, daher gönnten wir uns einen langen Schlaf und sind nach dem Frühstück erst gegen 11 Uhr aufgebrochen.

Nach einer Fahrt durch eine Felsenschlucht Richtung Teruel kamen wir in den außergewöhnlichen Ort Albarracín, der am Ausgang der Schlucht in den Felsenabhang hineingebaut wurde. Ursprünglich war es während der römischen Zeit eine Villa Rustica gewesen. Die Mauren hatten den Ort im 8. Jahrhundert als strategische Festung gegen die iberisch-christlichen Königreiche im Norden angelegt. Im 11. Jahrhundert wurden die Mauren jedoch in den Süden zurückgedrängt, und der Ort wurde wieder christlich.

Vor Teruel befand sich links der Strecke ein großer Flughafen, auf dem mehr als 200 Langstreckenflugzeuge aus aller Welt geparkt waren, teilweise wohl auch nie wieder in Betrieb genommen werden. Auch einige Firmen zur Wartung vor allem der Triebwerke befanden sich auf dem Gelände, das außerdem zu der Zeit noch riesig ausgebaut wurde.

Während des spanischen Bürgerkrieges waren die Jagdbomber der deutschen Luftwaffe zur Unterstützung der gegen die gewählte republikanische Regierung putschenden Faschisten unter General Franco hier stationiert.

Nach Teruel fuhren wir auf kleinen kurvigen Straßen über mehrere Pässe, über Aliaga und Ejulve auf die Schnellstraße N211 und von da in schneller Fahrt nach Alcanîz.

Unser Hotel Villa Monter war etwa 4 km außerhalb des Ortes, daher waren wir am Abend in den Ort gefahren, wo wir die für uns etwas befremdlichen Karfreitagsprozessionen beobachten konnten. Unter den Spitzkapuzen in der Prozession verbergen sich angeblich reuige und auch sehr junge Frauen und Männer von Bruderschaften, wobei schwer vorstellbar ist, dass die alle etwas so Schlimmes angestellt haben sollten, was sie so schwer und anonym zu bereuen hätten.

Danach hatten wir das Abendessen im ausgezeichneten Lokal Empeltre sehr wohlschmeckenden Octopus verspeisen konnten. Die Chefin war zwar abweisend und unfreundlich, aber offensichtlich legt sie Wert auf gute Küche.

17. Tag, Karsamstag, 19.4. 2025

291 km, von Alcañiz nach Terrassa/Barcelona

7 – 20 Grad, wolkenlos bis Starkregen und Hagel (zwischen 13 – 15 Uhr)

Das Wetter am Morgen schien sehr vielversprechend, strahlender Sonnenschein! Auch nach längerer Fahrt um Mittag war es wunderschön. Wenn wir nicht das Wetter gecheckt hätten würden wir böse überrascht worden sein. So hatten wir um 12:30 das Herannahen einer Kaltfront mit heftigen Gewittern rechtzeitig erkannt, und sind bei den ersten Regentropfen in der Ortschaft Ulldemolins in ein nettes Dorflokal eingekehrt. Kurz danach zog das Gewitter über den Ort mit zeitweise heftigem Hagel. Das Lokal war komplett überfüllt mit Dorfleuten, und es schienen alle gleichzeitig zu sprechen. Als wir um 15 Uhr wieder bei Sonnenschein aufbrachen, waren wir dann fast alleine da gewesen.

Die weiteren 150 km auf sehr kurvigen und nassen Straßen bei Temperaturen unter 10 Grad waren etwas herausfordernd. Die Kurven mussten sehr vorsichtig angefahren werden, umso mehr als es dann bald wieder zu regnen begann.

Vor der Ankunft in Terrassa umfuhren wir noch den Gebirgsstock Muntanya de Montserrat, ein erstaunlich aussehendes und von der Verwitterung abgerundeter Felsstock auf bis zu 1236m Höhe der sich wie außerirdisch nach einer Kurve aufragte, sodass ich zuerst an eine Halluzination zu glauben geneigt gewesen war.

Das komfortable Hotel Eurostars Don Candido in Terrassa war nach dieser anstrengenden und abgekühlten Fahrt eine nette Erholung.

18. Tag, Ostersonntag, 20.4. 2025

Stadtbesuch in Barcelona mit S-Bahn

16-21 Grad, sonnig

Die S-Bahn ab Terrassa Rambla brauchte etwa 40 Minuten bis in das Stadtzentrum von Barcelona zum Plaza de Catalunya, von wo wir einen Stadtbummel in Richtung Hafen machten.

Auf den Stufen vor dem Portal der Kathedrale spielte ein Kammerorchester, und davor tanzten jung und alt zur Musik.

Am langgestreckten Hafen war naturgemäß viel zu beobachten, moderne große Yachten, 2-Mast Schoner für Langfahrten und Nachbauten von Schiffen aus dem 16. – 18. Jhdt.

Bei dem strahlend sonnigen Wetter sahen wir Straßenmusiker, Verkaufsstände aller Art und Familien beim sonntäglichen Spaziergang.

Direkt vor der Statue von Christoph Kolumbus, die 1888 auf einer hohen Säule dort errichtet wurde, befand sich das Museo Maritim, das wir dann bis zum Abend besuchten. Neben anderen interessanten Ausstellungsthemen war eine naturgetreue Nachbildung des 60 m langen Flaggschiffes von Juan de Austria in der Schlacht von Lepanto am 7.10. 1571 ausgestellt gewesen.

Juan de Austria war ein illegitimer Sohn von Karl V. mit seiner Geliebten in Regensburg, wo er sich in der Kaiserherberge „Goldenes Kreuz“ mit ihr traf. Dieses Hotel besteht noch heute, auf unserer Donau-Radreise hatten wir 2021 dort übernachtet, und die Rezeptionistin hatte uns damals versichert, dass unser Zimmer auch das von Karl V. benutzte gewesen war😉

Juan de Austria wurde auf Veranlassung seines Vaters im Alter von 3 Jahren von seiner Mutter getrennt und in Spanien standesgemäß aufgezogen, ohne dass er über seine Herkunft Bescheid gewusst hätte. Erst im Testament hatte ihn Karl V. als leibliches Kind anerkannt und so konnte er dann auch eine hohe Ausbildung erhalten.

Im Museum wurde auch im Detail das Leben an Bord, und insbesondere das schwere Dasein der etwa 160 Ruderer beschrieben. Die teilweise angeketteten Ruderer mussten immer auf ihren Plätzen bleiben, und dort neben der Arbeit auch schlafen, essen und alle körperlichen Verrichtungen durchführen. Die Fäkalien fielen auf die Planken unter ihnen und wurde durch das Wasser des Seegangs weggespült. Bei Flaute hatte es wohl entsprechend gestunken.

Die Schlacht von Lepanto wurde von der „heiligen Allianz“ zwischen Spanien, Genua, Venedig, Savoyen, Malta und der Toskana gegen die Osmanen gewonnen, was die weitere europäische Geschichte wesentlich beeinflusst hatte, weil die übermächtigen Osmanen gegen die in Machtkämpfen untereinander zerstrittenen europäischen Länder im Vormarsch Richtung Nordwesten gewesen waren.

19. Tag, Ostermontag, 21.4. 2025

Kurze Fahrt frühmorgens zum Flughafen, danach Barcelona

12 – 18 Grad, heiter bis wolkig

Am Morgen brachte ich Christine zum Flughafen, weil sie an diesem Tag über Wien nach Hause flog. Eigentlich sollte ich gleich danach auf die Fähre nach Genua borden, die Reederei hatte jedoch diese Fahrt angeblich wegen stürmischer See 2 Tage zuvor um einen Tag verschoben. So verbrachte ich einen weiteren Tag in Barcelona, es sollte mir nichts Schlechteres passieren.

Ich besuchte unter anderem auch das Paradox Museum in Barcelona, keine große Sache aber doch amüsierend.

Das köstliche Abendessen in dem japanischen Restaurant Japonès Takashi gleich um die Ecke meines Hotels Don Candido war zwar kein authentischer Abschluss unserer Spanien Rundfahrt, war aber trotzdem ausgezeichnet.

20. Tag, Dienstag 22.4. 2025

35 km, Fahrt zur Fähre in Barcelona

16-22 Grad, heiter bis wolkig, S Wind 3-4

Bereits um 6.30 checkte ich im Hotel aus um zur Fähre zu gelangen. Das Boarding dauerte 2 Stunden länger als erwartet, weil sehr viele Fahrzeuge aus Tanger kommend ankamen, und erst durch die Zollkontrolle mussten.

Es waren sehr viele alte 2CV dabei, die mit Rallye Aufschriften wohl an einer Rundfahrt in Marokko teilgenommen hatten.

Die Fähre fuhr etwa 5 sm nach Südosten, wohl um den Sandbänken auszuweichen. Ab einer von weitem sichtbaren Tonne wechselte sie auf den Kurs nach Genua nach NO.

21. Tag, Mittwoch 23.4. 2025

325km, von der Fähre in Genua nach Tremosine sul Garda

21-27 Grad, schönes Wetter

Die Fahrt von der Fähre in Genua durch das Val Trebbia nach Piacenza war durch das herrliche Wetter und das frische Frühlingsgrün wunderschön. In Bobbio genoss ich direkt an der Straße einen angenehmen Kaffee und konnte das werktägliche Treiben beobachten.

Von Piacenza fuhr zur Überquerung der Po Ebene auf die Autobahn um erst kurz nach Brescia zum Gardasee abzufahren.

Die Auffahrt zu meinem Hotel in Voltino gestaltete sich etwas schwierig. Der bessere Weg wäre der von Limone aus gewesen, allerdings ließ ich mich von meinem Navigationsgerät zur Auffahrt über die 21 km lange SP38 verleiten, eine extrem engkurvige und unübersichtliche Straße, die man oft nur im ersten Gang teilweise mit gezogener Kupplung fahren konnte.

Das Hotel Bel Sito lag wie auf einem Balkon etwa 500 Höhenmeter über dem Gardasee mit berauschender Aussicht.

22. Tag, Donnerstag 24.4. 2025

390km, von Tremosine sul Garda nach Hause

17-23 Grad, regnerisch

Währen der Nacht hatte es bereits stark zu regnen begonnen, und die Vorhersage versprach etwas Besserung ab 10 Uhr.

Wegen des Regens benutzte ich auf der Fahrt nach Norden ab Trento die Autobahn bis Brixen, um dann durch das Pustatal nach Sillian zu kommen. Es hatte durchgehend genieselt. Bei Innichen war die Straße beinahe 2 Stunden wegen eines Radrennens gesperrt. Diese Zeit überbrückte ich im Cafe Senfter. Noch vor der Aufhebung der Sperre setzte ich mich vor die wartende Kolonne und konnte als erstes Fahrzeug losfahren.

Die Fahrt führte mich nun regenfrei durch das Lesachtal. Bei der Ankunft zu Hause war bereits Familie versammelt und wir konnten bei einem selbstgebrauten Pils die unfallfreie Rückkehr feiern.

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